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Ash's Katalog von 1865 und andere Druckerzeugnisse von C. Ash & Sons
von Ulrich Lohse Vorbemerkung Das vorliegende Büchlein mit dem Titel A Catalogue of Artificial Teeth and Dental Materials aus dem Jahre 1865 ist nicht der älteste uns bekannte bebilderte Katalog für zahnärztliche Bedarfsartikel. Die Firma Claudius Ash & Sons nimmt jedoch einen herausragenden Platz unter den Fabriken und Handlungen für zahnärztlichen Bedarf im 19. Jahrhundert ein. Sie ist eine der ersten Firmen, welche sich auf die Herstellung von Instrumenten sowie Artikeln aller Art für die Hand des Zahnarztes spezialisierte. Die Geschichte des Hauses Ash ist eine jener beispielhaften geschäftlichen Erfolgsstories, wie sie von zahlreichen industriellen Pionieren in jenem Jahrhundert geschriebenen wurden und wie sie sich heute in Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung und globalen Kommunikation bei weltumspannenden high-tech-Konzernen in ähnlicher Weise wiederholen. Ash und seine Konkurrenten, die etwa zu gleicher Zeit international tätig gewesenen Geschäfte von S.S. White (Philadelphia) oder die in Europa sehr rührige Firma Geo Poulson (Hamburg) waren im Verständnis ihrer Zeit auch high-tech-Firmen, auch sie waren eine Speerspitze in der industriellen Herstellung und Vermarktung technologisch hochstehender Produkte. Man denke in diesem Zusammenhang and die revolutionäre mit einem Pedal, später elektrisch angetriebene Bohrmaschine und ihr Zubehör, an den Prothesenkautschuk und die zahlreichen für seine Verarbeitung notwendigen Apparate oder an das medizinische Röntgengerät - alles Produkte, welche in ihrer Zeit herausragende Zeugnisse einer hochmodernen Medizintechnik darstellten. Kurzer Abriß der Firmengeschichte Die Firma Claudius Ash & Sons reicht in Ihren Anfängen zurück bis zum Beginn des 19 Jahrhunderts. Im Jahre 1814 ist eine Firma Ash & Son, Silberschmiede und Juweliere, in der St. James's Street, London, nachgewiesen. Mit der Fabrikation künstlicher Zähne, deren Geschichte von verschiedenen hervorragenden Autoren bereits ausführlich geschildert wurde und hier nicht noch ein weiteres Mal rekapituliert werden soll, begann man 1820. Dieses Jahr gilt zugleich auch als Gründungsjahr der Firma. Damit ist C. Ash & Sons die älteste uns bekannte zahnärztliche Fabrik und Handlung für zahnärztlichen Bedarf. Besonders hervorgehoben werden muß auch, daß der Name Ash bis auf den heutigen Tag mit der Herstellung hochwertiger zahnärztlicher Instrumente in Verbindung gebracht wird, auch wenn es eine selbständige Firma Ash seit vielen Jahren nicht mehr gibt und der Name gegenwärtig nur noch als Markenname des international tätigen Dentsply-Konzern in Erscheinung tritt. Die erste nachgewiesene Adresse des Geschäftslokals ist 9 Broad Street, Golden Square in London (1835). Diese Anschrift behielt man bis zum Ende der unabhängigen Geschäftstätigkeit im Jahre 1924 bei. 1862 eröffnete man eine Filiale in Leipzig unter der Leitung von Carl Albin Lorenz, der zwei Jahre später dort ein Depot unter eigenem Namen eröffnete und die Vertretung für Ash gleichzeitig weiter betrieb. 1865 gab es neben dem oben erwähnten Londoner Hauptgeschäft am Golden Square sowie einer Fabrik in Kentish Town, einer Vorstadt Londons, Agenturen in Berlin (Betreiber: Siegmund Pappenheim), Hamburg (Betreiber: Andres Krüss) und Frankfurt a.M. (Betreiber: M. Rüttenau), 1868 auch in Hamburg. 1886 wurde ein Filialbetrieb in den USA (New York) eröffnet. 1889 unterhielt man zusätzliche Filialen in Liverpool, Manchester, Paris, Wien, Kopenhagen und St. Petersburg, 1897 solche in Budapest, Stockholm, Christiania und Moskau. Bis 1905 waren Niederlassungen in Mailand, Konstantinopel, Kiew, München und Breslau sowie eine Fabrik in Wien hinzugekommen. In Berlin produzierte man bereits seit längerem in eigenen Fabrikationsstätten. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges ist C. Ash & Sons ein den ganzen europäischen Kontinent umspannendes Unternehmen. Der heute moderne und häufig verwendete Begriff der „Globalisierung" kann mit einer gewissen Berechtigung angewendet werden, wenn man die Geschäftstätigkeit der Firma C. Ash & Sons zu Beginn dieses Jahrhunderts beschreiben möchte. Der Beginn des Ersten Weltkrieges brachte einen dramatischen Wandel auch in den Geschäftsaktivitäten dieses Handelsimperiums. Die meisten Auslandsniederlassungen wurden in den folgenden Jahren geschlossen oder gingen anderweitig verloren, allen voran die seit mehr als einem halben Jahrhundert bestehenden Firmenteile in den Deutschland. Diese wurden im Jahre 1916 als sog. „Feindbesitz" unter Zwangsverwaltung gestellt. Der Dentalhandel wurde aus den Geschäftsaktivitäten ausgegliedert und unter dem Namen Phoenix Aktiengesellschaft für Zahnbedarf weitergeführt. Das Schicksal der Fabrik in Berlin bleibt aus heutiger Sicht unklar. Nach dem Kriege gab es nur mehr Niederlassungen in Brüssel, Zürich, Madrid, Bordeaux, Marseille und Lyon. Das Hauptgeschäft in London, ursprünglich ansässig 9 Broad Street, Golden Square hatte sich inzwischen auf die Hausnummern 5-12 Broad Street ausgedehnt. Die dem ersten Weltkrieg folgenden Depressionsjahre hinterließen auch tiefe Spuren im Dentalhandel und im Jahre 1924 kam es, wohl unter dem wirtschaftlichen Druck der Zeit, zur Fusion von C. Ash & Sons mit den Firmen Caesar de Trey Co., London, sowie Gebrüder de Trey, Zürich, zur Amalgamated Dental Co., welche später den kürzeren und griffigeren Namen Amalco erhielt. Dieser vorwiegend auf dem europäischen Markt tätige Konzern wurde 1976 von der US-amerikanischen Firma Dentsply International übernommen, welche heute international eine überragende Marktstellung einnimmt. Unter dem Namen Ash werden heute noch in England Instrumente für die konservierende und chirurgische Zahnbehandlung hergestellt Die Verkaufskataloge Wenn er auch nicht der erste zahnärztliche Verkaufskatalog ist, verdient jener von 1865 dennoch eine besondere Aufmerksamkeit, weil er ein herausragendes Zeugnis für die Schaffenskraft und Innovationsfreude einer hochspezialisierten Firma zur Zeit der Ersten Industriellen Revolution darstellt. Die Bedeutung des Verkaufskataloges als Marketinginstrument wurde von Ash, wie auch von anderen Anbietern auf einem sich stark ausdehnenden Markt frühzeitig erkannt. Unbebilderte, später auch bebilderte Verkaufskataloge wurden von verschiedenen Herstellern chirurgischer Bedarfsartikel schon zu Beginn des Jahrhunderts veröffentlicht, beispielsweise der noch unbebilderte Katalog von Johann Georg Heine aus dem Jahre 1807 oder der ebenfalls unbebilderte Katalog von George Schneider aus dem Jahre 1827. Es folgzten weitere Katalogveröffentlichungen speziell für Zahnärzte von H. Gueride (1844), Joseph T. Murphey (Camden, NJ 1848), John D. Chevalier (New York 1853 und 1854), William King jr. (Buffalo, NY 1855), Kuermerle & Kolbe (Philadelphia, PA 1855 und 1858), The New York Teeth Manufacturing Company (bebildert; New York 1856), John T. Toland (bebildert; Cincinnati, OH 1857), welche bisher nur teilweise einwandfrei bibliographiert werden konnten. Die Firma Claudius Ash & Sons veröffentlichte nach gegenwärtigem Kenntnisstand ihren ersten, zugleich bebilderten Katalog bereits vor 1858, von welchem sich jedoch kein einziges Exemplar erhalten zu haben scheint, jedenfalls bisher keines bibliographisch nachgewiesen werden konnte. Im Besitz der British Dental Association befindet sich jedoch ein sehr schöner bebilderter Katalog (ohne Titel) von 1858 mit einem Umfang von 40 Seiten, davon 10 Seiten mit Illustrationen in Holzschnitt. In seinem Vorworte heißt es: C. ASH and SON, in issuing their revised Catalogue, avail themselves of the opportunity to return thanks for the kind patronage... In welchem Jahre der angesprochene Vorgänger des Kataloges von 1858 erschienen ist, bleibt zu erforschen. Wenig später, im Jahre 1862 veröffentlichte die Firma S.S. White aus Philadelphia, PA ihren mutmaßlich ersten Katalog. Mit ihm meldete sich ein Konkurrent zu Wort, welcher im internationalen Wettbewerb zum stärksten Widersacher um die Gunst der Abnehmer wurde. Nur drei Jahre später, 1865 kamen beide Firmen mit neuen Katalogen heraus, wobei S.S. White bei einem Umfang von nur 40 Seiten einen deutlich schmaleres Werk produzierte, als C. Ash & Sons mit einer Broschüre von 87 Seiten, welche als Nachdruck nunmehr vorliegt. Auch von diesem Katalog konnte bisher nur ein einziges überlebendes, allerdings sehr gut erhaltenes Exemplar nachgewiesen werden, welches sich in Privatbesitz befindet. In den folgenden 30 Jahren bis 1895 können von Ash 15 weitere Kataloge belegt werden, welche teilweise nicht mehr das gesamte Lieferprogramm der Firma abdeckten sonders sich nur mehr auf spezielle Erzeugnisse erstreckten, etwa auf Extraktionszangen, Zähne oder Bohrmaschinen. Der letzte, das gesamte Lieferspektrum umfassende Gesamtkatalog erscheint in Jahre 1893 mit einem beachtlichen Umfang von 656 Seiten. Bei wesentlich vergrößertem Druckspiegel hatte sich damit der Umfang dieses Kataloges gegenüber jenem von 1865 vervielfacht. Kurz vor der Jahrhundertwende, im Jahre 1899 wurde das Konzept der Verkaufskataloge grundlegend revidiert und man verzichtete in der Folge auf den voluminösen Gesamtkatalog. Statt dessen wurde die Produktion in Warengruppen zusammengefaßt, deren jede ihren eigenen Teilkatalog erhielt, welcher jetzt bescheiden als list bezeichnet wurde. 1899 erscheinen die 12 Listen A - M, welche in den folgenden Jahren in unregelmäßiger Folge neu aufgelegt wurden. Das Prinzip der Sachgebietskataloge hatte man zuvor bei der deutschen und französischen Ausgabe der Kataloge bereits erprobt (siehe unten) und es offenbar auch für den englischsprachigen Markt als geeignet befunden. Auf das Instrument des eindrucksvollen gebundenen Buches wollte man jedoch offenbar nicht verzichten, und so stellte man die jeweils gültigen Listen, welche sich in der Nummer der jeweiligen Auflage voneinander gelegentlich sehr unterschieden, zu Sammelbänden zusammen, welche auf dem Rücken das Erscheinungsjahr des Gesamtwerkes tragen. An dieser Katalogform hielt man bis zur Fusion mit den Firmen de Trey im Jahre 1924 fest. Fremdsprachige Kataloge Im Jahre 1878 erschien der erste, etwa 300 Seiten starke fremdsprachige Katalog, und zwar in französischer Sprache. Er erlebte bis 1924 zahlreiche Folgeauflagen. Auch bei den französischen Katalogen hielt man sich etwa ab 1900 an das Prinzip der Sachgebietslisten, wie auch später bei den jenen in deutscher Sprache. Deren erste Ausgabe erschien im Jahre 1879 mit einem mehr als 400 Seiten umfassenden Werk. Etwa ab 1889, noch vor einem entsprechenden Versuch in England, stellte man die Katalogveröffentlichungen auf Sachgebietslisten um, welche von nun an in großer Zahl und in bis zu acht Auflagen erschienen. In Deutschland erschienen ab 1879 Kataloge und an ihrer Zahl gemessen stellen sie alle übrigen fremdsprachigen Kataloge deutlich in den Schatten. Die in Deutschland veröffentlichten Katalogreihen fanden im Ersten Weltkrieg mit der Enteignung der deutschen Filialen ihr Ende. In der Niederlassung Wien erschienen die deutschsprachigen Kataloge noch bis 1926. Eine kleine Reihe spanischer Kataloge kann zwischen 1900 und 1920 nachgewiesen werden, ein Katalog in Portugiesisch (1920), sowie einer in Russisch (1909). Zeitschriften Es ist bemerkenswert, daß Ash nicht in England, sondern in Deutschland eine einzigartige Karriere als Herausgeber zahnärztlicher Fachzeitschriften für die Hand des Zahnarztes sowie für die nicht-akademischen Zahnbehandler (Dentisten, Zahnkünstler u.s.w.) begann. Im Oktober 1871 erschien das erste Heft des Correspondenzblatt für Zahnärzte, welches von nun an in vierteljährlichem Rhythmus erschien und anfangs seine Bestimmung als Werbeprospekt für C. Ash & Sons nur sehr schwer verhehlen konnte. Die ersten Hefte waren überwiegend Prospekte für zahnärztliche Bedarfsartikel. Wissenschaftliche oder auch nur fachbezogene Beiträge spielten anfangs noch keine nennenswerte Rolle. Dieser Mangel sollte jedoch bald behoben werden und schon wenig später hatte sich das Correspondenzblatt zu einem wichtigen Publikationsorgan der wissenschaftlichen Zahnheilkunde entwickelt, in welchem Beiträge bedeutender, u.a. englischer, amerikanischer und deutscher Wissenschaftler erschienen. Das Blatt erschien 43 Jahre lang bis in das Kriegsjahr 1914. Ab Band 44 (1915) erschien es im Verlag Rosenthal & Co., Berlin, ab ca. 1920 beim Verlag Phönix Aktiengesellschaft für Zahnbedarf. 1944 wurde das Blatt endgültig eingestellt. Da das Correspondenzblatt sich im Laufe seiner Entwicklung immer mehr zu einem seriösen Fachblatt entwickelt hatte, mag der Wunsch entstanden sein, eine mehr populärwissenschaftliche Ergänzung zu veröffentlichen, was 1902 mit den Neuigkeiten und Verbesserungen verwirklicht wurde. Dreizehn Hefte erschienen in unregelmäßiger Folge bis zum Jahre 1908. Aus dem Jahre 1913 ist außerdem ein einzelnes Heft von Ash's Vierteljahreschrift nachgewiesen, welche jedoch nur äußerst kurzfristig erschienen sein kann, sollte es überhaupt weitere Ausgaben gegeben haben. Parallel zu dem in Deutschland erschienenen deutschsprachigen Correspondenzblatt brachte man 1898 in Wien den Ash's Wiener Vierteljahresbericht für Zahnheilkunde heraus, welcher schon im Folgejahr (1899) durch die Wiener zahnärztliche Monatsschrift abgelöst wurde: Diese erschien jedoch auch nur bis in das Jahr 1903. Durch den offenbaren Erfolg des Correspondenzblattes ermutigt, ging man im Jahre 1874 an ein vergleichbares französischsprachiges Organ, welches den Titel Le Progrès Dentaire. Jornal spécial de chirurgie, de prothèse dentaires, et revue mensuelle de toutes les pubications qui s'y rattachent, publié mensuellement par Ash C. et fils de Londres erhielt und wenigstens bis in das Jahr 1907 erschien. 1884 folgte das in italienisch publizierte Giornale di correspondenza per dentisti, (Verlagsort Mailand) welches nichts anderes als das ins Italienische übertragene Correspondenzblatt war und nach 38 Jahren im Jahre 1909 eingestellt wurde. Mit einer dänischsprachigen Fachzeitschrift, dem Dental Revy. Kvartals Cirkulaire, kam Ash im Jahre 1892 heraus (Verlagsort Kopenhagen). Es wurde 1895 vom Dental Revy. Kvartals Oversigt over meddelser og erfaringer angaande Praktisk Tanlægekunst abgelöst und unter diesem Titel bis 1901 herausgebracht. Ab 1912 erschienen außerdem in dänischer Sprache die Maanedlige Meddelelser Fra Claudius Ash, Sons, & Co., welche mutmaßlich 1939 eingestellt wurden. Eigenartigerweise erschien die erste Ausgabe englischsprachigen Fachzeitschrift aus dem Hause Ash erst im Jahre 1884 unter dem Titel Ash's Quarterly Circular in 27 Jahrgangsbänden bis 1910, als es von dem nun monatlich erschienenen Ash's Monthly abgelöst wurde, welcher bis 1916 Bestand hatte und für nur zwei Jahre ab 1917 als Ash's Journal weitergeführt wurde. Aus diesem ging 1919 das Dental Magazine hervor, welches bis 1928 erschien. Speziell für den kanadischen Markt erschien ab 1910 das Ash's Canadian Monthly Circular, welches wahrscheinlich im Jahre 1917 in Ash's Canadian Quarterly umbenannt wurde und mutmaßlich 1919 eingestellt wurde. Nur drei Bände erlebten die in russisch geschriebenen Zubovrachebnyi Zhurnal Asha, welche von 1912 bis 1913 erschienen. Fachbücher Kaum ein Industriebetrieb oder ein Handelsgeschäft käme heute auf die Idee, Fachbücher publizieren zu wollen, welche sich mit jener wissenschaftlichen Thematik befassen, denen die selbst hergestellten oder verkauften Gegenstände ihre Entstehung verdanken. Diese Trennung zwischen Industrie und Handel einerseits sowie wissenschaftlicher Fachpublikation andererseits, war in früheren Zeiten - jedenfalls soweit es die Zahnheilkunde betrifft - durchaus nicht die Regel. Zahlreiche Hersteller und Händler für zahnärztlichen Bedarf traten im 19. Jahrhundert und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als mehr oder weniger bedeutende Verleger zahnärztlich Fachliteratur hervor. Stellvertretend für andere seien an dieser Stelle neben C. Ash & Sons insbesondere die Firmen S.S. White (Philadelphia), die Dental Manufacturing Company (London), die Consolidated Dental Manufacturing Company (New York), John T. Toland ( Cincinnati, OH) oder die Dentists's Supply Company of New York (New York, N.Y.) genannt. Bei C. Ash & Sons spielte die Publikation zahnärztlicher und zahntechnischer Fachliteratur zumindest für das Image der Firma eine durchaus bedeutende Rolle. Als Verleger zahnäztlicher Fachbücher konnte man bedeutende Autoren für zahlreiche Publikationen verpflichten, darunter viele Wissenschaftler, welche förmlich zur ersten Riege in der wissenschaftlichen Zahnheilkunde zählten. Die verlegerische Tätigkeit, soweit sie sich bibliographisch gegenwärtig nachvollziehen läßt, begann in Jahre 1869 mit einem Fachbuch über die Anwendung des Stickoxiduls (Lachgas) in der Zahnheilkunde. Es handelte sich hierbei um einem Bericht der Odontological Society of Great Britain in der deutschen Übersetzung von Ad. zur Nedden, deren englische Ausgabe vom Autor leider noch nicht bibliographiert werden konnte. Als erste englischsprachige Fachpublikation konnte eine Arbeit von Arthur Swayne Underwood aus dem Jahre 1885 dokumentiert werden; allerdings gibt es kaum begründete Zweifel an der Vermutung, daß englischsprachige Fachbücher schon vorher von Ash herausgebracht worden sind. Die Arbeit von Underwood erschien im folgenden Jahr in einer französischen und 1893 in einer zweiten englischen Ausgabe. Eine sehr erfolgreiche Veröffentlichung über moderne Zahnersatzkunde von Philipp Detzner erschien zuerst 1885 und erlebte zwei Folgeauflagen 1889 und 1905. Ein ebenfalls sehr sehr dankbar aufgenommenes Buch von Charles Nelson Johnson erschien zunächst im Jahre 1900, sowie in Folgeauflagen 1902 und 1906. Die Veröffentlichung erfolgte als Gemeinschaftsprojekt mit S.S. White, Philadelphia. Diese Kooperation mit S.S. White praktizierte man auch in anderen Fällen, was im übrigen ebenso für gemeinsame Projekte mit der der Consolidated Dental Manufacturing Co., der Dental Items of Interest Publishing sowie der Medico-Dental Publishing Co. Eines der erfolgreichsten Bücher war eines von Frederic William Hewitt über die Anwendung des Lachgases aus dem Jahre 1897. Wieder in Zusammenarbeit mit S.S. White erlwebte dieses Buch insgesamt fünf Auflagen (1897, 1901, 1905, 1911, 1913). Bemerkenswerterweise brachten die beteiligte Verlage keine fremdsprachigen Übersetzungen dieses Buches heraus. Die Verlagstätigkeit von Ash war offenbar sehr erfolgreich, fand jedoch nach der der Fusion mit de Trey ein Ende. Jedenfalls ist die aus der Fusion hervorgenangene Amalgamated Dental Company als Fachbuchverlag nicht mehr besonders in Erscheinung getreten. Auch S.S. White, mit seinem sehr großen wissenschaftlichen Verlagsprogramm stellte die in diese Richtung zielenden Aktivitäten etwa 1930 ein. Dies gilt ebenso für die übrigen Dentalfirmen, welche sich zu dieser Zeit aus dem Verlagsgeschäft völlig zurückzogen. © Copyright PelicanPublishing 1999 |
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